Konzerte

Das Georgische Kammerorchester Ingolstadt spielt wieder

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29.09.2020 10:00 | Festsaal Ingolstadt | Abonnementkonzert

3. Abonnementkonzert

Als warm und kraftvoll, dabei höchst agil, wird sein Klarinetten-Klang bezeichnet. Für Kritiker und Publikum steht gleichermaßen fest, dass Darko Brlek ein ganz besonderes, eigenes Profil kultiviert. Mit dem GKO hat er bereits beim Emilia Romagna Festival in Italien konzertiert. Unter der Leitung von Dmytro Logvin gestaltet der Slowene nun das Meisterwerk für Klarinette schlechthin: das Klarinettenkonzert KV 622 von Mozart. Kurz vor Mozarts Tod entstanden, lässt das Werk dem Solisten viel Raum für brillante Entfaltungen, ohne einem rein äußerlichen Selbstzweck zu verfallen. Alles lebt allein durch die Intensität der melodischen Einfälle. Wie sehr Mozart von Haydn inspiriert war, zeigt hingegen die Sinfonie Nr. 47. Der Beiname „Palindrom“ verweist auf den dritten Satz, der vorwärts und rückwärts gespielt, gleich klingt. Dieses „Menuet al roverso“ taucht in der Bläserserenade KV 388 von Mozart auf wie auch sonst die charakteristischen Märsche, das Liedthema des Variationensatzes oder das ungarisch gefärbte Finalrondo. Mit der Ouvertüre zu Haydns Oper „L‘Isola disabitata“ erklingt eine besondere Kuriosität. Das Libretto von Pietro Metastasio rückt die „glückliche Unschuld primitiver Völker“ in das Zentrum – eine Reflexion auf den damaligen Hype um Daniel Defoes „Robinson Crusoe“ von 1719. In seiner „Austrian Suite“ reflektiert Sergei Bortkiewicz auch sein eigenes Leben als Ukrainer in Wien und Berlin, aufgerieben zwischen Kommunismus und Nationalsozialismus.

Joseph Haydn: L‘Isola disabitata
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur KV 622
Sergei Bortkiewicz: Austrian Suite für Streichorchester op. 51
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 47 „Palindrom“

Darko Brlek: Klarinette
Ruben Gazarian: Leitung

29.09.2020 17:00 | Festsaal Ingolstadt | Abonnementkonzert

3. Abonnementkonzert

Als warm und kraftvoll, dabei höchst agil, wird sein Klarinetten-Klang bezeichnet. Für Kritiker und Publikum steht gleichermaßen fest, dass Darko Brlek ein ganz besonderes, eigenes Profil kultiviert. Mit dem GKO hat er bereits beim Emilia Romagna Festival in Italien konzertiert. Unter der Leitung von Dmytro Logvin gestaltet der Slowene nun das Meisterwerk für Klarinette schlechthin: das Klarinettenkonzert KV 622 von Mozart. Kurz vor Mozarts Tod entstanden, lässt das Werk dem Solisten viel Raum für brillante Entfaltungen, ohne einem rein äußerlichen Selbstzweck zu verfallen. Alles lebt allein durch die Intensität der melodischen Einfälle. Wie sehr Mozart von Haydn inspiriert war, zeigt hingegen die Sinfonie Nr. 47. Der Beiname „Palindrom“ verweist auf den dritten Satz, der vorwärts und rückwärts gespielt, gleich klingt. Dieses „Menuet al roverso“ taucht in der Bläserserenade KV 388 von Mozart auf wie auch sonst die charakteristischen Märsche, das Liedthema des Variationensatzes oder das ungarisch gefärbte Finalrondo. Mit der Ouvertüre zu Haydns Oper „L‘Isola disabitata“ erklingt eine besondere Kuriosität. Das Libretto von Pietro Metastasio rückt die „glückliche Unschuld primitiver Völker“ in das Zentrum – eine Reflexion auf den damaligen Hype um Daniel Defoes „Robinson Crusoe“ von 1719.

Joseph Haydn: L‘Isola disabitata
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur KV 622
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 47 „Palindrom“

Darko Brlek: Klarinette
Ruben Gazarian: Leitung

29.09.2020 20:00 | Festsaal Ingolstadt | Abonnementkonzert

3. Abonnementkonzert

Als warm und kraftvoll, dabei höchst agil, wird sein Klarinetten-Klang bezeichnet. Für Kritiker und Publikum steht gleichermaßen fest, dass Darko Brlek ein ganz besonderes, eigenes Profil kultiviert. Mit dem GKO hat er bereits beim Emilia Romagna Festival in Italien konzertiert. Unter der Leitung von Dmytro Logvin gestaltet der Slowene nun das Meisterwerk für Klarinette schlechthin: das Klarinettenkonzert KV 622 von Mozart. Kurz vor Mozarts Tod entstanden, lässt das Werk dem Solisten viel Raum für brillante Entfaltungen, ohne einem rein äußerlichen Selbstzweck zu verfallen. Alles lebt allein durch die Intensität der melodischen Einfälle. Wie sehr Mozart von Haydn inspiriert war, zeigt hingegen die Sinfonie Nr. 47. Der Beiname „Palindrom“ verweist auf den dritten Satz, der vorwärts und rückwärts gespielt, gleich klingt. Dieses „Menuet al roverso“ taucht in der Bläserserenade KV 388 von Mozart auf wie auch sonst die charakteristischen Märsche, das Liedthema des Variationensatzes oder das ungarisch gefärbte Finalrondo. Mit der Ouvertüre zu Haydns Oper „L‘Isola disabitata“ erklingt eine besondere Kuriosität. Das Libretto von Pietro Metastasio rückt die „glückliche Unschuld primitiver Völker“ in das Zentrum – eine Reflexion auf den damaligen Hype um Daniel Defoes „Robinson Crusoe“ von 1719.

Joseph Haydn: L‘Isola disabitata
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur KV 622
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 47 „Palindrom“

Darko Brlek: Klarinette
Ruben Gazarian: Leitung

08.10.2020 20:00 | Selb | Gastspiel

Gastspiel

Programm wird noch bekannt gegeben.

15.10.2020 20:00 | Festsaal Ingolstadt | Abonnementkonzert

8. Abonnementkonzert

Seine Tonsprache sei an keine bestimmte Richtung gebunden. „Ihre österreichisch-ungarische Abstammung verleugnet sie allerdings nicht.” So beschreibt Jenö Takács seine Musik. Unter Ruben Gazarian stellen der Pianist Oliver Triendl und die Geigerin Nina Karmon den Weltreisenden vor. Als gebürtiger Ungar zieht Jenö Takács zunächst nach Wien, um Klavier und Komposition zu studieren. Vor den Nazis flieht er nach Ungarn zurück. Dort lernt er Béla Bartók kennen. Als auch in Ungarn die braunen Kräfte stärker werden, verlässt er seine Heimat, um sich im ägyptischen Kairo niederzulassen. Hier unterrichtet er am Konservatorium und hilft bei der Organisation einer internationalen Tagung für arabische Musik, die auch von Bartók besucht wird. Zu dieser Zeit gilt Takács als „arabischer Bartók“, weil er – wie sein Landsmann – Volksmusiken aufzeichnet und zugleich die Rhythmik schärft. Auf Kairo folgt Manila, wo Takács die Musik von Eingeborenen sammelt – eine musikethnologische Pionierarbeit, die am Kulturhistorischen Museum in Wien dokumentiert ist. Als eine Rückkehr nach Ungarn wegen des Kommunismus unmöglich wird, geht Takács nach Amerika. Erst 1970 kehrt er zurück: ins burgenländische Siegendorf. Neben Bartók pflegte Takács eine Freundschaft mit Alban Berg, Paul Hindemith, Zoltán Kodály, Ernst von Dohnányi und György Ligeti. Alle diese Einflüsse äußern sich in seinem Schaffen, wie die Werkschau in Ingolstadt eindrücklich zeigt.

 

Jenö Takács:
American Rhapsody
Rhapsody (Ungarische Weisen) für Violine und Streichorchester
Serenade nach Alt-Grazer Kontratänzen
Passacaglia
Konzert für Klavier, Streichorchester und Schlagzeug

Oliver Triendl: Klavier
Nina Karmon: Violine
Ruben Gazarian: Leitung

26.10.2020 20:00 | Festsaal Ingolstadt | Abonnementkonzert

5. Abonnementkonzert

In der GKO-Saison 2018 war er „Artist in Residence“. Jetzt kehrt Sebastian Knauer zurück, um gleich zwei Klavierkonzerte aufzuführen. Hierzu koppelt der Pianist aus Hamburg das Klavierkonzert Nr. 9 in Es-Dur KV 271 von Wolfgang Amadeus Mozart mit dem Klavierkonzert Nr. 14 cis-Moll op. 27 Nr. 2 von Ludwig van Beethoven. Die Sinfonie Nr. 17 in G-Dur KV 129 von Mozart rundet den Abend ab. Mit den charakterischen Orchester-Crescendi im Kopfsatz folgt Mozart in dieser Sinfonie von 1771/72 der Mannheimer Schule.

 

Ludwig van Beethoven: Sonate für Klavier Nr. 14 in cis-Moll op. 27 Nr. 2 „Sonata quasi una fantasia“ („Mondschein-Sonate“)

Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 9 in Es-Dur KV 271 („Jeunehomme“)

Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie G-Dur KV 129

Sebastian Knauer: Klavier
Ruben Gazarian: Leitung

01.11.2020 20:00 | Festsaal Ingolstadt | Abonnementkonzert

6. Abonnementkonzert

Für seinen ersten direkten Auftritt als „Artist in Residence“ der GKO-Saison 2020 reist Fazil Say mit dem Klavierkonzert Nr. 3 in c-Moll op. 37 von Ludwig van Beethoven an. Das Werk ist im Jahr 1800 entstanden, und tatsächlich: Hier stößt Beethoven in dieser Gattung weit die Tür zu einem neuen Zeitalter auf. So wird das Sinfonische erstmals zum Prinzip aller Sätze erhoben, vor allem in Gestalt einer absoluten Gleichberechtigung zwischen Solo-Klavier und Orchester. Eine gewisse Nähe zu Mozarts c-Moll-Klavierkonzert KV 491 verrät das geheimnisvolle Unisono des Orchesters im Piano, womit das Werk eröffnet wird. Sonst aber wird das Vorbild Mozart überwunden. Ganz anders die Sinfonie Nr. 1 in C-Dur op. 21 von Beethoven: Auch dieses Werk ist zur Jahrhundert-Wende 1799/1800 entstanden, folgt aber schon allein in der Besetzung dem Vorbild Haydns und Mozarts. Allerdings stimmt Beethoven einen eigenen, anderen Tonfall in der Sinfonik an. Das gilt vor allem für das Scherzo, welches sich hinter dem „Menuett“ verbirgt. Es ist das erste echte, böse-schroffe Beethoven-Scherzo überhaupt.

Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 1

Fazil Say: Klavier
Ruben Gazarian: Leitung

08.11.2020 17:00 | Festsaal Ingolstadt | Familienkonzert

3. Familienkonzert

Das Programm wird noch bekannt gegeben.

19.11.2020 10:00 | Festsaal Ingolstadt | Abonnementkonzert

9. Abonnementkonzert - Öffentliche Generalprobe

Seine stilgerecht differenzierte Trompetenkunst hatte er beim GKO zuletzt im November 2018 unter Beweis gestellt. Für sein diesjähriges Gastspiel in Ingolstadt reist Reinhold Friedrich mit Eriko Takezawa an. Mit der Pianistin aus Japan bildet er ein festes Duo, was nicht zuletzt CD-Einspielungen dokumentieren. Unter der Leitung von Ruben Gazarian sind beide gemeinsam in „Listen to our cry“ von Benjamin Yusupov zu hören. Der Titel dieses Doppelkonzerts für Trompete und Klavier von 2015 geht auf Psalm 143:1 zurück. „Herr, erhöre mein Gebet, / vernimm mein Flehen um deiner Treue willen, erhöre mich um deiner Gerechtigkeit willen“, so die Worte. In diesen Bußpsalm Davids betet ein Mensch, der von Feinden in Todesgefahr bedrängt wird, um darüber hinaus auch eine Weisung für den Lebensweg zu erbitten. Eine intensive Musik ist das Ergebnis, die mit dem kontemplativen „Nachtgebet“ von Giya Kancheli eine sinnstiftende Koppelung erfährt. Im Jahr 1992 entstanden, ursprünglich als vierter Teil des Zyklus „Life without Christmas“, ist das Werk in verschiedenen Besetzungen spielbar. Diese wortlosen Gebete werden mit der quasi-spirituellen Streichersinfonie „Stimmen“ von Vasks aus dem 1991 atmosphärisch dicht vorbereitet. In seinen „Alten Tänzen und Weisen“ transkribiert wiederum Ottorino Respighi zwischen 1917 und 1931 barocke Lauten- und Gitarrenmusik aus Italien, die der Musikforscher Oscar Chilesotti gesammelt und ediert hatte.

Peteris Vasks: Sinfonie für Streicher „Stimmen“
Benjamin Yusupov: „Listen to our cry" Konzert für Trompete, Klavier und Streichorchester
Giya Kancheli: „Night Prayers" für Trompete und Streichorchester
Ottorino Respighi: „Antiche danze ed arie“ – III Suite

Reinhold Friedrich: Trompete
Eriko Takezawa: Klavier
Ruben Gazarian: Leitung

19.11.2020 20:00 | Festsaal Ingolstadt | Abonnementkonzert

9. Abonnementkonzert

Seine stilgerecht differenzierte Trompetenkunst hatte er beim GKO zuletzt im November 2018 unter Beweis gestellt. Für sein diesjähriges Gastspiel in Ingolstadt reist Reinhold Friedrich mit Eriko Takezawa an. Mit der Pianistin aus Japan bildet er ein festes Duo, was nicht zuletzt CD-Einspielungen dokumentieren. Unter der Leitung von Ruben Gazarian sind beide gemeinsam in „Listen to our cry“ von Benjamin Yusupov zu hören. Der Titel dieses Doppelkonzerts für Trompete und Klavier von 2015 geht auf Psalm 143:1 zurück. „Herr, erhöre mein Gebet, / vernimm mein Flehen um deiner Treue willen, erhöre mich um deiner Gerechtigkeit willen“, so die Worte. In diesen Bußpsalm Davids betet ein Mensch, der von Feinden in Todesgefahr bedrängt wird, um darüber hinaus auch eine Weisung für den Lebensweg zu erbitten. Eine intensive Musik ist das Ergebnis, die mit dem kontemplativen „Nachtgebet“ von Giya Kancheli eine sinnstiftende Koppelung erfährt. Im Jahr 1992 entstanden, ursprünglich als vierter Teil des Zyklus „Life without Christmas“, ist das Werk in verschiedenen Besetzungen spielbar. Diese wortlosen Gebete werden mit der quasi-spirituellen Streichersinfonie „Stimmen“ von Vasks aus dem 1991 atmosphärisch dicht vorbereitet. In seinen „Alten Tänzen und Weisen“ transkribiert wiederum Ottorino Respighi zwischen 1917 und 1931 barocke Lauten- und Gitarrenmusik aus Italien, die der Musikforscher Oscar Chilesotti gesammelt und ediert hatte.

 

Peteris Vasks: Sinfonie für Streicher „Stimmen“
Benjamin Yusupov: „Listen to our cry" Konzert für Trompete, Klavier und Streichorchester
Giya Kancheli: „Night Prayers" für Trompete und Streichorchester
Ottorino Respighi: „Antiche danze ed arie“ – III Suite

Reinhold Friedrich: Trompete
Eriko Takezawa: Klavier
Ruben Gazarian: Leitung

28.11.2020 20:00 | Lechner Museum | Sonderkonzert

Georgischer Abend

Programm wird noch bekannt gegeben.

 

Im Anschluss an die jährliche Mitgliederversammlung laden die Freundedes Georgischen Kammerorchesters e.V. zu dem GeorgischenAbend ein. Die Georgischen Abende sind im kulturellen Leben IngolstadtsVeranstaltungen mit besonderer Tradition.Schon seit Jahren haben sie sich zu Treffpunkten von und für MusikliebhaberInnen einer Atmosphäre freundschaftlicher Verbundenheitzu den Georgiernentwickelt. Nach dem einstündigen Konzert gibt es die Gelegenheit, Weine aus Georgien zu genießen und an einem Buffet kalter georgischer Speiseneinen Einblick in die kulinarische Kultur und Eindrücke von der Gastfreundschaft unserer georgischen Freundinnen und Freunde zu gewinnen. Die Mitglieder der Freunde des Georgischen Kammerorchesters e.V. werden schriftlich zu diesem Abend eingeladen.

03.12.2020 10:00 | Festsaal Ingolstadt | Abonnementkonzert

10. Abonnementkonzert - Öffentliche Generalprobe

Sie stammt aus dem armenischen Jerewan und lebt seit 2002 in Paris. Hier hat sich Varduhi Yeritsyan zu einer führenden Konzert-Pianistin entwickelt. Mit Bruno Mantovani, einem führenden Komponisten Frankreichs und seit 2010 Direktor des Pariser Konservatoriums, kommt sie nach Ingolstadt, um sich in einem Mozart- Programm vorzustellen. Im Zentrum steht das Klavierkonzert Nr. 9 KV 271 Es-Dur von 1777. Es trägt den Beinamen „Jeunehomme“, weil es einer gleichnamigen brillanten Virtuosin gewidmet sein soll. Erst vor wenigen Jahren stellte sich heraus, dass Mozart dieses Konzert tatsächlich Louise Victoire Jenamy gewidmet hat: „Jeunehomme“ ist vermutlich ein Lesefehler. Sonst aber steht das Können der Widmungsträgerin zweifelsfrei fest. Das verrät das Werk selber. Für den Mozart-Forscher Alfred Einstein ist es Mozarts originellste und kühnste Konzert-Partitur, eine „Eroica Mozarts“. Nicht minder kühn sind die „Divertimenti“ Mozarts, auch bekannt als „Salzburger Symphonien“ KV 125 b bzw. c: Sie konterkarieren die unterhaltende Natur dieser Gattung mit ernsthaftem Ausdruck und Anspruch, was später Ludwig van Beethoven und Franz Schubert aufgreifen werden. In der Sinfonie Nr. 29 A-Dur KV 201, entstanden 1774 in Salzburg, schenkt Mozart wiederum jeder Stimme im Orchester eine größtmögliche Autonomie – ein gleichberechtigtes Eigenleben, das in dieser Form seinerzeit ein Novum war.

Wolfgang Amadeus Mozart:
Divertimento B-Dur KV 137
Klavierkonzert KV 271 Es-Dur („Jeunehomme“)
Divertimento F-Dur KV 138
Sinfonie Nr. 29 A-Dur KV 201

Varduhi Yeritsyan: Klavier
Bruno Mantovani: Leitung

03.12.2020 20:00 | Festsaal Ingolstadt | Abonnementkonzert

10. Abonnementkonzert

Sie stammt aus dem armenischen Jerewan und lebt seit 2002 in Paris. Hier hat sich Varduhi Yeritsyan zu einer führenden Konzert-Pianistin entwickelt. Mit Bruno Mantovani, einem führenden Komponisten Frankreichs und seit 2010 Direktor des Pariser Konservatoriums, kommt sie nach Ingolstadt, um sich in einem Mozart- Programm vorzustellen. Im Zentrum steht das Klavierkonzert Nr. 9 KV 271 Es-Dur von 1777. Es trägt den Beinamen „Jeunehomme“, weil es einer gleichnamigen brillanten Virtuosin gewidmet sein soll. Erst vor wenigen Jahren stellte sich heraus, dass Mozart dieses Konzert tatsächlich Louise Victoire Jenamy gewidmet hat: „Jeunehomme“ ist vermutlich ein Lesefehler. Sonst aber steht das Können der Widmungsträgerin zweifelsfrei fest. Das verrät das Werk selber. Für den Mozart-Forscher Alfred Einstein ist es Mozarts originellste und kühnste Konzert-Partitur, eine „Eroica Mozarts“. Nicht minder kühn sind die „Divertimenti“ Mozarts, auch bekannt als „Salzburger Symphonien“ KV 125 b bzw. c: Sie konterkarieren die unterhaltende Natur dieser Gattung mit ernsthaftem Ausdruck und Anspruch, was später Ludwig van Beethoven und Franz Schubert aufgreifen werden. In der Sinfonie Nr. 29 A-Dur KV 201, entstanden 1774 in Salzburg, schenkt Mozart wiederum jeder Stimme im Orchester eine größtmögliche Autonomie – ein gleichberechtigtes Eigenleben, das in dieser Form seinerzeit ein Novum war.

Wolfgang Amadeus Mozart:
Divertimento B-Dur KV 137
Klavierkonzert KV 271 Es-Dur („Jeunehomme“)
Divertimento F-Dur KV 138
Sinfonie Nr. 29 A-Dur KV 201

Varduhi Yeritsyan: Klavier
Bruno Mantovani: Leitung

07.12.2020 19:00 | Borken | Gastspiel

Gastspiel

Vaja Azarashvili: „Bilder des alten Tiflis“, Suite für Kammerorchester

Paul Hindemith: Fünf Stücke für Streichorchester op. 44/4

Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 10 h-Moll für Streichorchester

Ottorino Respighi: „Antiche danze ed arie“ – III Suite

Sulchan Zinzadse: Miniaturen für Streichorchester

Ruben Gazarian, Leitung

13.12.2020 20:00 | Elbphilharmonie Hamburg | Gastspiel

Gastspiel

Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie G-Dur KV 129

Jörg Widmann
ad absurdum / Konzertstück B-Dur für Trompete und kleines Orchester

Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Horn und Orchester Es-Dur KV 495 / Fassung für Flügelhorn und Orchester

Piotr I. Tschaikowsky
Serenade C-Dur op. 48 für Streichorchester

Sergei Nakariakov, Trompeter

Ruben Gazarian, Leitung

23.12.2020 20:00 | Festsaal Ingolstadt | Abonnementkonzert

4. Abonnementkonzert

Zuletzt hatte er im Juni 2017 beim GKO an einem Konzertabend mit Werken von Felix Mendelssohn mitgewirkt. Jetzt kehrt Linus Roth nach Ingolstadt zurück, um ein Meisterwerk des 20. Jahrhunderts zu gestalten: das „Concerto funebre“ von Karl Amadeus Hartmann. Die Moderne zählt zu den besonderen Spezialitäten des ehemaligen Chumachenco-Schülers aus Oberschwaben, der in Augsburg eine Professur innehat. Von den Nazis als „entartet“ gebrandmarkt, wählte der Münchner Komponist Hartmann für sich das „innere Exil“, um vor allem im Ausland große Erfolge zu verbuchen. Mit dem „Concerto funebre“ hat Hartmann 1939 ein erschütterndes Bekenntnis für (Mit-)Menschlichkeit geschaffen, eine Reaktion auf den Beginn des Zweiten Weltkriegs. Im letzten Satz zitiert Hartmann den deutschen Trauerchoral „Unsterbliche Opfer“, der auch in Osteuropa bestens bekannt ist – als Revolutionsgesang. Die „Ciaconna“ in d-Moll aus der Partita für Solo-Violine BWV 1004 greift den Trauergestus auf. Johann Sebastian Bach hatte sie im Sommer 1720 komponiert, nachdem seine Frau kurz zuvor verstorben war – samt versteckten Chorälen, die um Tod und Auferstehung kreisen. In den ersten beiden Sätzen seiner Sinfonie Nr. 26 zitiert hingegen Joseph Haydn liturgische Passionsmusiken, die er choralartig durchführt, – deswegen der Werktitel „Lamentatione“. Von grüblerischem Charakter ist wiederum Haydns Sinfonie Nr. 22 geprägt, passend der Beiname „Der Philosoph“.

 

Johann Sebastian Bach: Chaconne d-Moll für Violine Solo
Karl Amadeus Hartmann: „Concerto funebre" für Violine und Streichorchester
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 26 „Lamentatione“
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 22 „Der Philosoph“

Linus Roth: Violine
Ruben Gazarian: Leitung